Wie wir Wildtieren bei der Hitze helfen können
Neben Heim- und Nutztieren leiden dieser Tage auch zahlreiche Wildtiere wie Igel, Vögel, Insekten und Fische unter der Trockenheit und den hohen Temperaturen. Wenn Bäche, Tümpel oder Pfützen austrocknen, werden Wasser und Nahrung knapp. Mit einfachen Massnahmen kann die Bevölkerung helfen.
Für die meisten Wildtiere ist Wasser aktuell das grösste Problem. Bereits eine flache Wasserschale kann eine wertvolle Unterstützung sein. Wichtig ist, die Schale täglich mit frischem Wasser zu füllen und regelmässig zu reinigen. Steine, Moos oder Holzstücke dienen als sichere Lande- und Ausstiegshilfe. Die Wasserstelle sollte möglichst im Schatten stehen und an einem übersichtlichen Ort platziert werden. Die Bedeutung solcher Wasserstellen zeigt sich aktuell in verschiedenen Regionen der Schweiz: So legen einzelne Jagdreviere zusätzliche Wassertümpel für Wildtiere an, um die Folgen der Trockenheit abzufedern.
Fische
Die heissen Tage setzen vielen Fischarten stark zu. Mit steigenden Wassertemperaturen sinkt der Sauerstoffgehalt im Wasser. Gleichzeitig benötigen die Fische mehr Sauerstoff, weil ihr Stoffwechsel schneller arbeitet. Besonders empfindlich reagieren kälteliebende Arten wie Forellen, Äschen oder Quappen. Bereits ab rund 20 Grad geraten sie unter Stress, ab etwa 23 Grad wird die Situation kritisch, worauf auch der Schweizerische Fischerei-Verband hinweist. In einzelnen Gewässern wurden diesen Sommer sogar Temperaturen von über 28 Grad gemessen. Die Tiere ziehen sich in tiefere, kühlere und sauerstoffreichere Bereiche von Seen, Flüssen und Bächen zurück. Deshalb appellieren verschiedene Kantone und Fachstellen an die Bevölkerung, gesperrte Gewässerabschnitte zu respektieren, keine Staudämme in Bächen zu bauen und Freizeitaktivitäten in besonders belasteten Gewässern möglichst zu vermeiden. In einzelnen Kantonen wurden zudem Betretungs- und Fischereiverbote für besonders belastete Gewässer ausgesprochen. Auch Hunde sollten an heissen Tagen nicht unnötig in kleinen Bächen baden.
Igel
Für Igel wird vor allem Wasser knapp. Gleichzeitig finden die Tiere weniger Nahrung, weil Trockenheit und Hitze auch Insekten zusetzen. Der Verein Pro Igel berichtet von vermehrten Meldungen über geschwächte Tiere, verwaiste Jungigel und ausgelastete Igelstationen.
Eine flache Schale mit frischem Wasser ist für Igel in heissen Perioden die beste Hilfe. Wer tagsüber auffällige, geschwächte oder verletzte Igel beobachtet, sollte eine Fachstelle oder Igelstation kontaktieren. Zudem helfen naturnahe Gärten mit genügend Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten.
Vögel
Trink- und Bademöglichkeiten sind für viele Vogelarten besonders wichtig. Da Vögel nicht schwitzen können, kühlen sie sich unter anderem durch Baden, Hecheln und das Aufsuchen schattiger Plätze ab. Vogeltränken und Vogelbäder sollten deshalb regelmässig mit frischem Wasser gefüllt und mindestens einmal täglich gereinigt werden. Bäume, Hecken und Sträucher bieten zusätzlichen Schatten und Schutz. Wer Vögel hält, sollte darauf achten, dass Käfige und Volieren jederzeit ausreichend Schatten bieten und keine Hitzestaus entstehen.
Insekten
Viele Pflanzen produzieren weniger Nektar, gleichzeitig trocknen kleine Wasserstellen aus. Dadurch finden Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten weniger Nahrung und Flüssigkeit. Flache Wasserschalen mit Steinen, Moos oder Kies helfen Insekten beim sicheren Trinken und verhindern, dass sie ertrinken. Zudem bieten Wildblumen, blühende Kräuter und naturnahe Gärten wichtige Nahrungsquellen und Rückzugsorte. Wer auf Pestizide verzichtet und auch im Sommer blühende Pflanzen stehen lässt, unterstützt die Tiere zusätzlich.sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.
